Allgemeine Geschäftsbedingungen

1. Charterpreis
Der Charterpreis umfaßt die Nutzung der Yacht und ihrer Einrichtungen sowie die angeführten Extras und Nebenkosten. Im Preis nicht enthalten sind Hafen- und andere Gebühren sowie Treibstoff, Gas, Wasser und alle Aufwendungen, die zum ordnungsgemäßen Betrieb und Instandhaltung der Yacht während der Charterdauer notwendig sind. Abweichungen der Ausstattung der Yacht von übersandten Ausrüstungs- oder Inventarverzeichnissen berechtigen den Charterer nicht zu Preisabzügen, sofern alle für die Sicherheit und Fahrtüchtigkeit der Yacht wesentlichen Ausrüstungsgegenstände vorhanden sind. Fehler bei der Berechnung des Mietpreises berechtigen nicht zum Vertragsrücktritt, sondern können entsprechend der gültigen Preisliste korrigiert werden. Werden An- und Restzahlung nicht termingerecht bezahlt, so ist der Vermieter berechtigt den Chartervertrag zu stornieren und über das Schiff anderweitig zu verfügen.

2. Anreise
Die Anreise zum Charterantritt ist nicht Bestandteil dieses Vertrages. Verzögert sich der Antritt der Charter infolge verspäteter Ankunft des Charterers oder eines Crewmitgliedes, besteht kein Anspruch auf Kostenrückerstattung. Die Gesetze und Bestimmungen für Reisbürogewerbe haben für den Charterer und seine Crew keine Gültigkeit.

3. Kündigung durch den Charterer
a)Die Zeitspanne, für welche dieser Vertrag abgeschlossen wurde, kann nur mit Zustimmung des Veranstalters und nach Maßgabe der Möglichkeiten geändert werden.
b)Dem Charterer wird das Recht eingeräumt, schriftlich von diesem Vertrag ohne Angaben zurückzutreten. In diesem Fall werden folgende Stornokosten verrechnet:
Bei Rücktritt des Mieters mehr als vier Monate vor Beginn verfällt die Anzahlung.
Bei Rücktritt bis drei Monate vor Mietbeginn beträgt die Stornogebühr 60%, danach bis 2 Monate vor Mietbeginn 80% der Vertragssumme. Bei einem Rücktritt nach dieser Zeit betragen die Stornokosten 100% der Vertragssumme. Daher empfiehlt asof- Yachtcharter den Abschluß einer Reiserücktrittsversicherung.
Der Vermieter und asof- Yachtcharter werden sich im Falle eines Rücktritts bemühen die Yacht anderweitig zu vermieten. Wird die Yacht für den gesamten Termin zum vollen Mietpreis anderweitig vermietet, ist lediglich eine Bearbeitungsgebühr von ATS 1.800,- Euro 130,- zu bezahlen, erfolgt eine Vermietung nur zu einem kürzeren Termin oder nur unter Gewährung eines Preisnachlasses, so ist der Differenzbetrag zum vollen Mietbetrag zuzüglich der oben angeführten Bearbeitungsgebühr zu bezahlen.
Nachträgliche Terminänderungen oder Umbuchungen werden wenn möglich berücksichtigt. Für dies ist jeweils eine Bearbeitungsgebühr von ATS 900,- Euro 65,- zu entrichten.
c)Kann der Veranstalter die Yacht oder einen geeigneten Ersatz (darunter ist eine in Größe und Ausstattung der ursprünglich gecharterten Yacht ähnliche Type zu verstehen) bis spätestens 48 Stunden nach dem vereinbarten Zeitpunkt nicht zur Verfügung stellen, hat der Charterer das Recht den Vertrag zu kündigen. In diesem Fall hat der Veranstalter die vom Charterer geleisteten Zahlungen rückzuerstatten. Weitergehende Ansprüche des Charterers bestehen nicht. Steht bereits vor Charterbeginn fest, daß die Yacht nicht termingerecht zur Verfügung stehen wird, verpflichtet sich asof- Yachtcharter den Charterer darüber zu unterrichten, sobald sie davon Kenntnis hat. In diesem Fall kann der Charterer bereits vor Charterbeginn vom Vertrag zurücktreten. Bis dahin geleistete Zahlungen des Charterers werden rückerstattet oder gutgeschrieben.
d)Ausfälle oder ungenaue Anzeigen von Meßgeräten oder anderen Ausrüstungsgegenständen berechtigen nicht zu einem Nichtantritt oder Abbruch des Charters bzw. zu finanziellen Forderungen, wenn eine korrekte Navigation unter Anwendung klassischer Navigationsmethoden möglich ist und die Sicherheit von Schiff und Mannschaft nicht gefährdet ist.

4. Übernahme der Yacht
Der Veranstalter verpflichtet sich, den Schiffsführer bei Übergabe der Yacht unter gleichzeitiger Kontrolle aller technischen Funktionen und Kontrolle des Vorhandenseins aller Ausrüstungsgegenstände an Hand einer Checkliste ausführlich in die Yacht einzuweisen.
Die Übergabe der Yacht gilt als abgeschlossen, wenn die Kaution hinterlegt und die Inventarliste vom Mieter unterschrieben wurde. Eventuelle Beanstandungen müssen vor Törnbeginn dem Vermieter oder seinem Beauftragten am Liegeplatz der Yacht gemeldet werden.

5. Versicherung und Selbstbehalt
a)Die Prämie für die notwendige Haftpflicht sowie eine Kaskoversicherung ist im Charterpreis enthalten, wobei bei der Kaskoversicherung ein Selbstbehalt in der im Vertrag angeführten Höhe (Selbstbehalt/Kaution) besteht.
b)Die Versicherung deckt überdies in keinem Fall Folgeschäden, Mietausfälle, Unfälle mitgeführter Personen sowie Verluste oder Beschädigungen von deren persönlichen Gegenständen. Wir empfehlen den Abschluß entsprechender Versicherungen.
c)Voraussetzung für eine Leistung der Versicherung im Schadensfall ist, daß der Schaden nicht durch grobe Fahrlässigkeit verursacht worden ist und die Leistungspflicht von der Versicherung anerkannt wird.

6. Benützung der Yacht, Verpflichtungen, Schäden
a)Der Charterer (Schiffsführer) erklärt, die Yacht unter Berücksichtigung guter Seemannschaft sowie unter Beachtung der gesetzlichen Bestimmungen und Verordnungen aller besuchten Länder zu benützen.
b)Wenn sich bei der Übernahme mit Einweisung in die Yacht bzw. bei einer Probefahrt herausstellt, daß der Schiffsführer nicht die erforderlichen Kenntnisse zur sicheren Führung der Yacht hat, wird dem Charterer auf seine Kosten ein Skipper beigestellt.
c)Der Charterer bzw. der von ihm benannte Schiffsführer verpflichtet sich weiters:
Nur die maximale zulässige Anzahl von Personen mitzuführen und jede Änderung der Crew den zuständigen Behörden mitzuteilen.
Die Yacht weder geschäftlich noch für Transporte bzw. Personenbeförderung oder zum professionellen Fischfang zu benützen und die Yacht nicht weiterzuverchartern,
nicht an Wettfahrten teilzunehmen, außer mit ausdrücklicher Zustimmung des Veranstalters.
Das Logbuch einschließlich Aufzeichnungen über Wetterberichte und die aktuelle Wettersituation sorgfältig zu führen,
auf einer Segelyacht den Motor bei Lage nicht laufen zu lassen und nur solange unter Maschine zu fahren als dies nötig ist.
Mit einer Motoryacht aus einem geschützten Hafen nur auszulaufen, wenn Wetterbericht und Seegang es zulassen bzw. mit einer Segelyacht einen geschützten Hafen nicht bei Windstärke über 7 Beaufort zu verlassen.
Der Charterer (Schiffsführer) verpflichtet sich außerdem den Veranstalter hinsichtlich aller durch ihn verursachten Ansprüche Dritter in Zusammenhang mit der Benützung der Yacht schad- und klaglos zu halten.
d)Bei Schäden an der Yacht durch normale Materialabnützung ist der Charterer (Schriftführer) berechtigt, die Reparatur oder den Ersatz zu veranlassen, wenn der Betrag nicht mehr als ATS 1400,- Euro 100,- ausmacht. Diese Ausgabe wird bei der Rückkehr nach Vorlage der Rechnung zurückbezahlt, wenn die Schäden nicht auf einen Fehler oder eine Fahrlässigkeit des Charterers (Schiffsführers) oder seiner Crew zurückzuführen sind. Ausgetauschte Teile sind aufzubewahren
e)Bei größeren Schäden sowie bei Havarien, möglicher Verspätung, Verlust oder Manövrierunfähigkeit der Yacht, ist der Veranstalter unverzüglich zu benachrichtigen. Der Charterer (Schiffsführer) hat alles zu unternehmen, was der Minderung des Schadens und der Folgeschäden (wie Ausfall usw.) dienlich ist, sowie in Absprache mit dem Veranstalter erforderliche Reparaturen in Auftrag zu geben, zu dokumentieren, zu überwachen und bei der Bezahlung in Vorlage zu treten. Der Charterer (Schiffsführer) hat außerdem ein Schadensprotokoll anzufertigen und von den zuständigen Behörden bestätigen zu lassen. Erfüllt der Charterer (Schiffsführer) diese Formalität nicht, kann er zur Bezahlung des Schadens in voller Höhe herangezogen werden. Das gilt auch für den Fall einer Beschlagnahme der Yacht aus Verschulden des Charterers (Schiffsführers). Besteht Anlaß zur Vermutung einer Beschädigung der Yacht im Unterwasserbereich ist der nächste Hafen anzulaufen und die Untersuchung durch einen Taucher, Kranen oder Aufslippen auf eigene Kosten zu veranlassen.
f)Der Diebstahl der Yacht oder von Ausrüstungsgegenständen ist auf der nächstgelegenen Polizeistation anzuzeigen.
g)Veränderungen an der Yacht oder ihrer Ausrüstung dürfen nicht vorgenommen werden, außer sie sind zur Behebung eines Schadens zwingend erforderlich.
h)Die Mitnahme von Tieren ist nur mit Zustimmung des Veranstalters erlaubt.

7.Rückgabe der Yacht
a)Der Charterer muß zu dem in diesem Vertrag festgelegten Zeitpunkt in den vereinbarten Hafen zurückkehren, wenn nicht vorher eine anderslautende schriftliche Vereinbarung getroffen wurde. Bei der Zeitplanung müssen auch Schlechtwetter oder andere widrige Umstände berücksichtigt werden. Kann der Charterer die Yacht nicht selbst zurückbringen, muß er den Veranstalter benachrichtigen und die Yacht durch eine von diesem benannte Person, auf eigene Kosten und Risken rücküberstellen lassen. Bis zur Übernahme durch diese verpflichtet sich der Charterer, eine ausreichend qualifizierte Person auf dem Schiff zu lassen. Der Chartervertrag ist erst nach der ordnungsmäßigen Rückgabe der Yacht beendet.
b)Jeder Verspätungstag zieht eine Entschädigungszahlung in der Höhe des doppelten Tagestarifes der Chartergebühr nach sich.
c)Nach seiner Rückkehr muß der Charterer mit dem Veranstalter einen Termin für die Rückgabe der Yacht vereinbaren. Bis zu diesem Termin muß die gesamte Crew inkl. ihrem Gepäck die Yacht verlassen haben. Die Zeit für Reinigung und Inventur ist Bestandteil der im Vertrag festgesetzten Mietdauer.
d)Ist die Yacht bei Rückgabe nicht gründlich gereinigt, ist der Veranstalter berechtigt, die Reinigung auf Kosten des Charterers ausführen zu lassen. Ist die Endreinigung im Charterpreis enthalten, bedeutet dies, daß der Charterer die Yacht besenrein und mit sauberem Geschirr zu übergeben hat.
e)Wird die Yacht und ihre Ausrüstung in gutem Zustand, sauber, komplett und vollgetankt (Treibstoff, Wasser) übergeben, wird dem Charterer die hinterlegte Kaution rückerstattet. Hierüber wird ebenfalls ein Protokoll verfaßt (Checkliste), das durch Unterzeichnung durch Charterer und Veranstalter verbindlich ist.
f)Der Verlust von Ausrüstungsgegenständen der Yacht sowie Schäden sind vom Charterer bei der Rückgabe zu bezahlen. Dazu wird die hinterlegte Kaution herangezogen.
g)Sind Reparaturen erforderlich, muß der Vercharterer nach Abstimmung mit dem Veranstalter so vorzeitig zurückkehren, daß die Reparatur vor Beginn des Folgecharters durchgeführt werden kann. Sind die Schäden vom Veranstalter zu vertreten, werden die Chartergebühren für die Ausfallszeit rückerstattet. Weitergehende Ersatzansprüche (z.B. Übernachtungskosten) des Charterers sind ausgeschlossen.
h)Ist die Beschädigung oder der Verlust ein Versicherungsfall, wird die Rückgabe der Kaution bis zur Ersatzleistung durch die Versicherung aufgeschoben. Die Rückerstattung erfolgt nach Abzug des Selbstbehaltes und aller durch den Schadensfall verursachten zusätzlichen Kosten wie z.B. Spesen, Reisekosten, Aufsicht, Protokolle usw.
i)Schadensersatzansprüche des Charterers an den Veranstalter müssen bei der Rückgabe der Yacht schriftlich geltend gemacht werden und sind spätestens 14 Tage nach Beendigung der Charter schriftlich an den Veranstalter (direkt oder über dessen Agentur) zu stellen. Spätere Forderungen können nicht anerkannt werden.

8. Ausländische Verträge
Ist außer dem deutschsprachigen Vertrag auch die Unterschrift unter einem ausländischen Vertrag (z.B. Griechenland) erforderlich, gelten eventuelle zusätzliche Punkte aus diesem Vertrag, soweit es gesetzliche Bestimmungen des Landes betrifft.

9. Vorbehalte des Vermieters
Der Veranstalter behält sich das Recht vor, den Schiffahrtsbereich bei unsicheren oder ungewöhnlichen Navigationsbedingungen zu begrenzen oder ein Nachtsegelverbot auszusprechen und lehnt jede Verantwortung für die Folgen einer Mißachtung dieser Einschränkungen durch den Charterer (Schiffsführer) ab. Das Fahrtgebiet darf nur mit ausdrücklicher Zustimmung des Veranstalters überschritten werden. Einschränkungen aus Sicherheitsgründen sind zulässig.

10. Haftung und Gerichtsstand
Alle Streitfälle zwischen Charterer und Veranstalter sind direkt zwischen diesen Vertragspartnern zu regeln. Zuständig sind eventuell vorhandene Schlichtungsstellen und Gerichte am Sitz des Veranstalters. Für alle Streitfälle, die nicht vor Ort geklärt werden können, gelten österreichisches Recht und Gerichtstand Wien als vereinbart. asof- Yachtcharter handelt als Vermittler zwischen Charterer und Veranstalter und haftetet ausschließlich im Rahmen der Aufgaben und Verantwortung eines Vermittlers. Weitergehende Ansprüche können weder vom Charterer noch vom Veranstalter geltend gemacht werden. Sind einzelne Teile dieses Vertrages nichtig oder unwirksam, bleiben die davon unberührten Vertragsteile gültig. Nebenabreden oder Änderungen müssen schriftlich bestätigt werden.